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Lösungsfokussierte Gesprächsführung in der Mediation

Ein Blick in die Zeitung genügt – Kriege, Krisen und sonstige Dramen aller Couleur. Das Lesen all dieser Meldungen und Geschichten kann ziemlich deprimieren. Ähnlich läuft es in der Mediation: wühlt man in der Vergangenheit und lässt sich in aller Ausführlichkeit die schlimmen Ereignisse schildern, setzt man eine Abwärtsspirale in Gang. Oft ist diese Vorgehensweise weder konstruktiv noch erhellend. An diesem Punkt setzt die lösungsfokussierte Gesprächsführung in der Mediation an.

„Was funktioniert bereits?“

Anstatt das Problem zu analysieren, wird nach vorne geschaut, denn die Lösung liegt außerhalb des Problems. Eine Lösung zu finden, muss nicht bedeuten, ein Problem unbedingt lösen zu müsse. „Energy flows, where attention goes“, lautet eine alte Weisheit der hawaiianischen Huna Religion. Im Konflikt engt sich der Blickwinkel ein und alles dreht sich um das Problem. Unter Stress verliert man eine ausgewogene Perspektive, das Denken wird eingefahren und verbohrt. Das Gespräch auf mögliche Lösungen zu lenken sorgt dafür, dass sich Menschen, die sich in einem Konflikt befinden, auf einen Perspektivenwechsel einlassen können. Dabei wird die Aufmerksamkeit in Richtung Ressourcen, Möglichkeiten, Kompetenzen und Lösungen gelenkt. „Was funktioniert bereits?“, mit dieser Frage ändert sich der Blick.

Konzentration auf das Veränderbare

Die Welt des Problems ist eine andere, als die Welt der Lösung. Lösung bedeutet Auflösen von Problemen. Das ist der Beginn von etwas Neuem. Bei der lösungsfokussierte Gesprächsführung in der Mediation geht die Blickrichtung  weg vom Problem, hin zur Lösung. Anstatt Probleme zu analysieren werden mögliche Lösungen betrachtet. Die Konzentration auf das Veränderbare setzt Energien frei. Der Blick richtet sich nach vorne und Menschen kommen ins Handeln. Oft entdecken Sie dabei bereits all das, was bereits in eine gute Richtung läuft. In der lösungsfokussierten Gesprächsführung geht es darum herauszufinden, was man in Zukunft anders möchte und nicht zu betrachten, was in der Vergangenheit alles falsch gelaufen ist.

Bildquelle: ©Tina Siemens/ pixelio.de

Claudia Völker am Arbeitsplatz

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