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Kommunikation in der Partnerschaft: So klappt es mit dem Partner

Eine gestörte Kommunikation in der Partnerschaft führt auf Dauer zu Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Erst wenn Themen ausgesprochen werden, werden sie auch behandelbar. Miteinander zu reden, ist der Schlüssel für Verständnis und ein harmonisches Miteinander. Deswegen ist es so wichtig, die Kommunikation in der Partnerschaft zu verbessern.

Von einer guten Kommunikation kann man sprechen, wenn jeder seine Wünsche, Bedürfnisse, Vorstellungen und Interessen mitteilt und beide Partner miteinander diskutieren, wie sich die unterschiedlichen Vorstellungen vereinbaren lassen. So entsteht Verbindung und Nähe.

Läuft die Kommunikation schlecht, liegt es daran, dass jeder vom anderen erwartet, dass er ohne Worte verstanden wird. Wut und Unverständnis setzen einen Teufelskreis aus Missverständnissen in Gang, wodurch die Beziehung zueinander immer distanzierter wird.

Die Ursachen schlechter Kommunikation in der Partnerschaft liegen darin, dass jeder auf seiner Sichtweise beharrt, es findet kein Perspektivwechsel statt und es fehlt die Empathie füreinander. Stattdessen überwiegt der Gedanke „Ich habe Recht und Du hast Unrecht“. Keiner redet mehr mit dem Anderen, sodass kein Austausch stattfindet. Auf eine Kritik wird sofort mit einem Gegenangriff reagiert, so entsteht eine Spirale, die beide immer weiter nach unten zieht und zu verhärteten Fronten führt. „Ich mache immer die Wäsche“ „Ja, aber ich bringe ja auch den Müll runter und räume die Spülmaschine aus“, werfen sich Beide an den Kopf. Besser wäre es folgendermaßen zu kommunizieren: „Ich habe gehört, dass Du Dich um die Wäsche kümmerst. Ist Dir das zu viel? Brauchst Du Unterstützung? Wünschst Du Dir, dass wir unsere Aufgaben neu verteilen?“ So kommen beide miteinander ins Gespräch und entwickeln Verständnis füreinander.

Kommunikation in Beziehungen

Wenn sich Ungesagtes zu lange anstaut, fehlt nur noch das berühmte i-Tüpfelchen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Eine kleine Anleitung, wie die Kommunikation in der Partnerschaft funktionieren kann.

1. Sprechen Sie an, was Sie stört

Es klingt zwar ziemlich abgedroschen, hilft aber: Ehrlichkeit. Wie heißt es so schön: „Der Schuldner hat ein Recht auf Mahnung“. Wenn der Partner nicht weiß, was er falsch gemacht hat, dann kann er es auch nicht ändern. Und darauf zu hoffen, dass der Partner irgendwann Gedanken lesen kann, ist auch keine zuverlässige Methode. Das führt nur zu enttäuschten Erwartungen. Sprechen Sie zeitnah mit Ihrem Partner, damit sich Frust nicht lange aufstaut.

2. Sachlich bleiben, ohne zu beleidigen

Aussagen wie „Du Idiot“ oder „Du blöde Kuh“ haben noch nie dazu geführt, dass der Partner oder die Partnerin das macht, was der andere sich wünscht. Ganz im Gegenteil, mit Beleidigungen kochen die Gemüter noch schneller hoch und Sie lösen einen bösen Streit aus. Reden Sie lieber in einem gemäßigten Ton mit Ihrem Partner.

3. Konstruktiv sein: Verbesserungsvorschläge machen

Kritik fördert gestörte Kommunikation in der Partnerschaft. Werden Sie gerne kritisiert? „Du hast den Müll nicht runtergebracht, Du hast vergessen die Zahnpastatube zuzuschrauben“. Permanent zu hören, was man versäumt hat oder falsch gemacht hat, ist auf Dauer zermürbend. Anstatt die ganze Zeit davon zu reden, was der andere alles falsch macht oder ändern sollte, einfach mal von sich sprechen. So kommen Sie mit Ihrem Partner eher ins Gespräch als mit Kritik und Anschuldigungen.

4. Sich auf eine Diskussion einlassen

Ohne ein Gespräch kann keine Kommunikation in Beziehungen stattfinden. Wenn es keinen Austausch gibt, kann sich auch nichts ändern. Um tatsächlich für Verständigung zu sorgen, heißt es: Hören Sie zu, was der andere zu sagen hat, ohne ihn zu unterbrechen oder die Aussagen zu werten. Fragen Sie lieber nach, wenn Sie etwas nicht verstehen oder anderer Meinung sind. So sorgen Sie für eine gute Kommunikation in der Partnerschaft.

5. Verallgemeinerungen vermeiden: immer, nie, ständig

Verallgemeinerungen sind Gift für jedes Gespräch, weil sie nicht der Wahrheit entsprechen. Sie tragen zum Schwarz-Weiß-Denken bei und dämonisieren den Partner. Damit lenken Sie Ihren Blick nur auf eine einzige, meistens negative Eigenschaft Ihres Partners, ohne zu beachten, dass jeder Mensch auch andere Seiten hat. Außerdem führen Wörter wie „immer, nie, ständig“ zur Abwehrhaltung Ihres Partners. Und für einen Dialog ist das hinderlich.

6. Über Gefühle reden

In keiner Beziehung gibt es nur eitel Sonnenschein. Wut, Trauer, Frustration – all das sind Gefühle, die in jeder Beziehung auftauchen. Kehren Sie diese Gefühle nicht unter den Teppich, sondern sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber. Nur wenn diese Gefühle angesprochen werden, können sie auch überwunden werden.

7. Dem Partner seine Wahrnehmung lassen

Jeder sieht die Welt mit seinen Augen. Auch wenn Sie die Dinge anders sehen und sich hin und wieder denken „er oder sie soll sich doch nicht so anstellen“, so hat Ihr Partner seine eigene Wahrnehmung. Sie müssen auch nicht immer einer Meinung sein, sondern sich vielmehr gegenseitig akzeptieren und fragen, wie wollen wir mit diesen unterschiedlichen Sichtweisen umgehen.

8. Sich Raum lassen

Kommt es zu einem heftigen Streit, ist es das Beste, einfach mal den Raum zu verlassen und Abstand zueinander gewinnen, um Emotionen sacken zu lassen. Wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus und Sie können wieder sachlicher mit Ihrem Partner reden.

9. Nicht hinter allem böse Absichten vermuten

„Der macht das nur, um mich zu ärgern“, denken Sie vielleicht, wenn Ihr Partner sich nicht so verhält, wie Sie es gerne hätten. Wenn der Partner in einer Mediation nachfragt, wie dies oder jenes gemeint war, zeigt sich meist, dass die zuvor vermutete Absicht gar nicht vorhanden war.

10. Gewaltfreie Kommunikation in der Partnerschaft

Wie funktioniert die gewaltfreie Kommunikation in der Partnerschaft?

Die gewaltfreie Kommunikation basiert auf 4 Komponenten: Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse, Bitten.

Beobachtungen: Was hören Sie andere sagen, was sehen Sie, was andere tun, wodurch Ihr Leben reicher wird oder eben auch nicht. Einfach beschreiben, was jemand macht, ohne es zu bewerten

Gefühle: Aussprechen, was Sie fühlen, wenn Sie diese Handlungen beobachten. Fühlen Sie sich verletzt, erschrocken, froh, amüsiert, irritiert etc.?

Bedürfnisse: Sagen, welche Bedürfnisse hinter diesen Gefühlen stecken.

Bitten: Spezifische Bitte äußern. Was kann er oder sie konkret tun, um Ihre Lebensqualität zu verbessern?

Beispiel: „Wenn ich Dich den Rasen mähen höre (Beobachtung), dann bin ich etwas genervt (Gefühl), weil mir wichtig ist, konzentriert zu arbeiten (Bedürfnis). Kannst Du mit dem Rasenmähen bitte noch eine halbe Stunde warten? (Bitte).“

Kommunikation in Beziehungen verbessern

Um eine gestörte Kommunikation in der Partnerschaft zu vermeiden, ist es entscheidend, miteinander zu reden. Sich selbst zu reflektieren, herauszufinden, was Sie selbst möchten, um Ihre Wünsche und Bedürfnisse klar und deutlich kommunizieren zu können, verbessert ebenfalls die Kommunikation in der Partnerschaft. Eine gestörte Kommunikation in der Partnerschaft lässt sich vermeiden, indem man nicht mit einem Gegenangriff auf das Gesagte reagiert, sondern sich fragt, was der Partner gerade braucht.

Möchten Sie die Kommunikation in Ihrer Partnerschaft verbessern ? Möchten Sie mehr über die Gewaltfreie Kommunikation erfahren oder diese Form der Kommunikation erlernen und trainieren? Dann buchen Sie gerne ein Training bei mir.

Befinden Sie sich aktuell in einem Partnerschaftskonflikt und kommen da allein nicht mehr raus? Vereinbaren Sie gerne einen Termin für eine kostenlose Erstberatung.

(Bildquelle: ©Albrecht E. Arnold/pixelio.de)

Claudia Völker am Arbeitsplatz

Konflikte in der Familie, mit dem Partner oder Kollegen?

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