©Albrecht E. Arnold/pixelio.de

Anleitung: So klappt die Kommunikation mit dem Partner

Wenn sich Ungesagtes zu lange anstaut, fehlt nur noch das berühmte i-Tüpfelchen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Eine kleine Anleitung, wie die Kommunikation mit dem Partner funktionieren kann.

1. Ansprechen was einen stört

Es klingt zwar ziemlich abgedroschen, hilft aber: Ehrlichkeit. Wie heißt es so schön: „Der Schuldner hat ein Recht auf Mahnung“. Wenn der Partner nicht weiß, was er falsch gemacht hat, dann kann er es auch nicht ändern. Und darauf zu hoffen, dass der Partner irgendwann Gedanken lesen kann, ist auch keine zuverlässige Methode. Das führt nur zu enttäuschten Erwartungen. Sprechen Sie zeitnah mit Ihrem Partner, damit sich Frust nicht lange aufstaut.

2. Sachlich bleiben ohne zu beleidigen

Aussagen wie „Du Idiot“ oder „Du blöde Kuh“ haben noch nie dazu geführt, dass der Partner oder die Partnerin das macht, was der andere sich wünscht. Ganz im Gegenteil, mit Beleidigungen kochen die Gemüter noch schneller hoch und Sie lösen einen bösen Streit aus. Reden Sie lieber in einem gemäßigten Ton mit Ihrem Partner.

3. Konstruktiv sein: Verbesserungsvorschläge machen

Werden Sie gerne kritisiert? „Du hast den Müll nicht runter gebracht, Du hast vergessen die Zahnpastatube zuzuschrauben“. Permanent zu hören, was man versäumt hat oder falsch gemacht hat, ist auf Dauer zermürbend. Anstatt die ganze Zeit davon zu reden, was der andere alles falsch macht oder ändern sollte, einfach mal von sich sprechen. So kommt Sie mit Ihrem Partner eher ins Gespräch als mit Kritik und Anschuldigungen.

4. Sich auf eine Diskussion einlassen

Ohne ein Gespräch findet kein Austausch statt. Wenn es keinen Austausch gibt, kann sich auch nichts ändern. Um tatsächlich für Verständigung zu sorgen, heißt es: Hören Sie zu, was der andere zu sagen hat, ohne ihn zu unterbrechen oder die Aussagen zu werten. Fragen Sie lieber nach, wenn Sie etwas nicht verstehen oder anderer Meinung sind.

5. Verallgemeinerungen vermeiden: immer, nie, ständig

Verallgemeinerungen sind Gift für jedes Gespräch, weil sie nicht der Wahrheit entsprechen. Sie tragen zum Schwarz-Weiß-Denken bei und dämonisieren den Partner. Damit lenken Sie Ihren Blick nur auf eine einzige, meistens negative Eigenschaft Ihres Partners, ohne zu beachten, dass jeder Mensch auch andere Seiten hat. Außerdem führen Wörter wie „immer, nie, ständig“ zur Abwehrhaltung Ihres Partners. Und für einen Dialog ist das hinderlich.

6. Über Gefühle reden

In keiner Beziehung gibt es nur eitel Sonnenschein. Wut, Trauer, Frustration – all das sind Gefühle, die in jeder Beziehung auftauchen. Kehren Sie diese Gefühle nicht unter den Teppich, sondern sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber. Nur wenn diese Gefühle angesprochen werden, können sie auch überwunden werden.

7. Dem Partner seine Wahrnehmung lassen

Jeder sieht die Welt mit seinen Augen. Auch wenn Sie die Dinge anders sehen und sich hin und wieder denken „er oder sie soll sich doch nicht so anstellen“, so hat Ihr Partner seine eigene Wahrnehmung. Sie müssen auch nicht immer einer Meinung sein, sondern sich vielmehr gegenseitig akzeptieren und fragen, wie wollen wir mit diesen unterschiedlichen Sichtweisen umgehen.

8. Sich Raum lassen

Kommt es zu einem heftigen Streit, ist es das Beste, einfach mal den Raum zu verlassen und Abstand zueinander gewinnen, um Emotionen sacken zu lassen. Wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus und Sie können wieder sachlicher mit Ihrem Partner reden.

9. Nicht hinter allem böse Absichten vermuten

„Der macht das nur, um mich zu ärgern“, denken Sie vielleicht, wenn Ihr Partner sich nicht so verhält, wie Sie es gerne hätten. Wenn der Partner in einer Mediation nachfragt, wie dies oder jenes gemeint war, zeigt sich meist, dass die zuvor vermutete Absicht gar nicht vorhanden war.

(Bildquelle: ©Albrecht E. Arnold/pixelio.de)

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