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Destruktives vs. konstruktives Konfliktverhalten

© bgkan /pixelio.de

Streiten will gelernt sein. Im Konflikt können Sie sich so verhalten, dass die Wogen sich glätten oder so, indem sie extra Öl ins Feuer gießen, um den Konflikt weiter zu entfachen. Destruktives oder konstruktives Verhalten entscheidet darüber, in welche Richtung sich ein Konflikt entwickelt.

Destruktives Konfliktverhalten

Bei einem Konflikt, der sich in eine destruktive Richtung entwickelt, sieht der eine den anderen Konfliktpartner als Feind und der Wunsch zu siegen überwiegt. Recht zu haben ist wichtiger, als gemeinsam ein Problem zu lösen. Die eigene Position wird dabei dominant zum Ausdruck gebracht. Dem Gesprächspartner wird überhaupt nicht zugehört, sondern es geht nur darum die eigenen Interessen resolut durchzusetzen. Der dominante Part versucht den schwächeren zu unterdrücken, seine Schwachstellen in der Argumentation zu suchen und zu zerpflücken. Die Aussagen des Konfliktpartners werden entwertet, beispielsweise mit Aussagen, wie „so ein Schwachsinn“. Die eigene Position wird als richtig empfunden, die des anderen als falsch. Außerdem überwiegt das Bestreben, zu überzeugen und sich durchzusetzen. Der andere soll besiegt werden, der andere soll nachgeben und einsehen, dass man selber im Recht ist. Kurzfristig erzielt man mit diesem Konfliktverhalten Erfolge, allerdings schädigt man auf lange Sicht die Beziehungsebene erheblich. Also, man kann nicht damit rechnen Vertrauen und Loyalität zu genießen.

Konstruktives Konfliktverhalten

Jemand, dem konstruktives Konfliktverhalten wichtig ist, lässt die Angriffe des Anderen unbeschadet vorbeiziehen, er geht auf die Angriffe des anderen gar nicht weiter ein. Er widersetzt sich dem Impuls zurückzuschlagen. Vielmehr greift er steuernd in das Geschehen ein und hört heraus, worum es dem Anderen tatsächlich geht. Anstatt siegen zu wollen, überwiegt der Wille zur Klärung. Die eigene Position wird zwar klar und deutlich vertreten, gleichzeitig ist der Wille vorhanden, die Position des Anderen verstehen zu wollen. Dazu hört der Gesprächspartner aufmerksam zu, respektiert die Sichtweise des Anderen und sucht nach einer gemeinsamen Lösung.

Aufmerksames Zuhören – Fragen, die Sie sich stellen können:

  • Was genau ist es, was Ihren Streitpartner stört?
  • Welche Gedanken und Gefühle entstehen dazu bei ihm?
  • Welche seiner Bedürfnisse sind unerfüllt?
  • Warum ist ihm das Thema so wichtig?
  • Was konkret würde er sich wünschen?
  • Was kann er realistischerweise erreichen?

Was sind Ihre Erfahrungen mit Konfliktverhalten im Alltag? Welches Verhalten bringt Sie weiter?

(Bildquelle: © bgkan /pixelio.de)

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